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Kain und AbelName:                                                           

Kompetenzblatt            Kain erschlägt Abel                                  4. Kl., S.32

In der Bibel, genauer im Alten Testament wird ein Mord geschildert, der sehr genau das Problem der Gewalt benennt. Kain ist eifersüchtig auf seinen Bruder, weil er vermutet, dass Gott ihn bevorzugt. Der Erzähler nimmt die Position des Kains ein und behauptet auch, dass Abel bevorzugt wird. Auch wenn das so wäre, rechtfertigt das nicht die folgende Tat. Kain nimmt seinen Bruder Abel mit auf das Feld. Das Feld ist für den sesshaften Kain sein Acker. Es ist sein Territorium. Abel als Hirte und Nomade hat kein eigenes Territorium. Abel heißt im Hebräischen, der Bibelsprache, Windhauch. Er ist ein Mann, der leicht vom Winde verweht wird. Deswegen braucht er den Schutz Gottes.

Kain brachte dem Herrn (Gott) ein Opfer von den Früchten des Feldes dar; auch Abel brachte eines dar von den Erstgeborenen seiner Herde und von ihrem Fett. Der Herr schaute auf Abel und sein Opfer, aber auf Kain und sein Opfer schaute er nicht. Da überlief es Kain ganz heiß und sein Blick senkte sich.

Der Herr sprach zu Kain: Warum überläuft es dich heiß und warum senkt sich dein Blick? Nicht wahr, wenn du recht tust, darfst du aufblicken; wenn du nicht recht tust, lauert an der Tür die Sünde als Dämon. Auf dich hat er es abgesehen, doch du werde Herr über ihn!

Hierauf sagte Kain zu seinem Bruder Abel: Gehen wir aufs Feld! Als sie auf dem Feld waren, griff Kain seinen Bruder Abel an und erschlug ihn.

Da sprach der Herr zu Kain: Wo ist dein Bruder Abel? Er entgegnete: Ich weiß es nicht. Bin ich der Hüter (Hirte) meines Bruders?

Der Herr sprach: Was hast du getan? Das Blut deines Bruders schreit zu mir vom Ackerboden. So bist du verflucht, verbannt vom Ackerboden, der seinen Mund aufgesperrt hat, um aus deiner Hand das Blut deines Bruders aufzunehmen. Wenn du den Ackerboden bestellst, wird er dir keinen Ertrag mehr bringen. Rastlos und ruhelos wirst du auf der Erde sein.

Kain antwortete dem Herrn: Zu groß ist meine Schuld, als dass ich sie tragen könnte.

Du hast mich heute vom Ackerland verjagt und ich muss mich vor deinem Angesicht verbergen; rastlos und ruhelos werde ich auf der Erde sein und wer mich findet, wird mich erschlagen.

Der Herr aber sprach zu ihm: Darum soll jeder, der Kain erschlägt, siebenfacher Rache verfallen. Darauf machte der Herr dem Kain ein Zeichen, damit ihn keiner erschlage, der ihn finde.

Dann ging Kain vom Herrn weg und ließ sich im Land Nod nieder, östlich von Eden. Kain erkannte seine Frau; sie wurde schwanger und gebar Henoch. Kain wurde Gründer einer Stadt und benannte sie nach seinem Sohn Henoch.                                                                      (Genesis 4,1-17)

Aufgabe: 1. Erkläre die Beweggründe und Gefühle Kains:

2. Erkläre die Handlungsweise und möglichen Gefühle Gottes:

3. Beschreibe, wie Kain Herr über seinen Neid und seinen Hass werden sollte.

4. Zeichne das Schreien des Blutes und das Mund aufsperren des Ackerbodens.

5. Der Mörder Kain sieht sich plötzlich als Opfer. Beschreibe diese zweite Opferrolle.

6. Gott beschützt Kain. Deute die Emotionen, die Gott dazu bewegen:

7. Kain gründete eine Stadt. Vergleiche die Geschichte mit Romulus und Remus (Gott fehlt):

8. Gestalte ein Standbild mit Kain, Abel und Gott mit zwei anderen Personen.

Unterlagen: Glaubensbuch 4, Wo ist dein Bruder? Seite 32

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